Schutz- und Instandsetzungskonzept der Firma  TfB Faber


 

Neu und doch Altbewährt.

Tiefenwirksames Verfüllen durch Injektion

1.

Erhöhung der Dauerhaftigkeit und Schutz von neuen Betonbauwerken mit korrosionsgeschützter Bewehrung                                                    (Empfohlen ab 28 Tagen nach dem Einbau)

Das Eindringen von Schadstoffen in die BSW soll durch das Schließen und Abdichten von Rissen und Hohlräumen verhindert werden. Dies wird je nach festgestellter Rissart  mit flexiblem oder kraftschlüssigem Verbund durchgeführt.

  • Risse mit Breitenänderung                                                                                              Mangelbeseitigung: Flexibler Verbund durch Injektion von PUR-I
  • Risse ohne Breitenänderung                                                                                           Mangelbeseitigung: Kraftschlüssiger Verbund durch Injektion von EP-I

 

Die folgenden Vorgehensweisen gelten gleichermaßen für alle Betonbauteile die im Gleitschalungsverfahren hergestellt werden.

  • Schutz von neuen Bord- und Rinnenanlagen, Fundamenten ohne Bewehrung zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit
  • Sanierung von älteren Bord- und Rinnenanlagen, Fundamenten mit ungeschützter Bewehrung (Baustahl) zur Wiederherstellung der Tragfähigkeit und ihrer Dauerhaftigkeit
Klebepacker

2.

Sanierung von älteren BSW mit ungeschützter Bewehrung (Baustahl)
zur Wiederherstellung ihrer Dauerhaftigkeit und der Tragfähigkeit

Bei älteren BSW können verschiedene Schäden auftreten:

  • Oberflächennahe Risse, vor allem „Kopfrisse“
    Mangelbeseitigung: Verfüllen mit PUR oder Zementsuspension oder Zementleimtränkung (ZS/ZL-T)
  • Profilumlaufende Rissen mit Breitenänderung
    Mangelbeseitigung: Flexibler Verbund durch Injektion von PUR-I
  • Profilumlaufende Risse ohne Breitenänderung
    Mangelbeseitigung: Kraftschlüssiger Verbund durch Injektion von EP-I
  • Profilumlaufende Risse mit Korrosionsschaden
    Mangelbeseitigung: Korrosionsschutz der Bewehrung durch Wiederherstellung des alkalischen Milieus  mit Betonersatz nach DAfStb-Richtlinie
  • Größere Abplatzungen mit Carbonatisierungsschaden
    Mangelbeseitigung: Reprofilierung von Schadstellen durch Betonersatz (PCC II)
Rissverdämmung

Vorgehensweise bei der Planung:

  • Schriftliche Dokumentation (Ordner anlegen)
  • fotografische Dokumentation des Rissverlaufs
  • Anbringen von Gipsmarken zur Feststellung von Rissbreitenänderungen durch Temperaturschwankungen

Ablauf bei Rissen ohne Korrosions- und, oder Carbonatisierungsschäden  

Vorgehensweise bei der Ausführung:

  • Reinigung des Rissbereiches auf 10 cm
  • Anbringen von Klebepackern oder Bohrpacker Je nach Bauteildicke. Die Klebepacker werden direkt auf den Riss geklebt. Der Rissverlauf und die Standfläche der Packer werden vollständig mit einem Verdämmmaterial verschlossen. Bei höherem Einpressdruck werden Bohrpacker gesetzt. Der Abstand beider Packer ist abhängig von der Bauteildicke.
  • Druckinjektion (bis 200 bar) je nach Rissart mit niedrigviskosem 2K Polyurethan oder Epoxid Injektionsharz  (Luft- und Bauteiltemperatur min. +8°C)
  • Packer, Verdämmung und evtl. ausgetretenes Füllgut entfernen

Ablauf bei Rissen mit Korrosions- und, oder Carbonatisierungsschäden

Vorgehensweise:

  • Entfernen von schadhaftem Beton
  • Freilegen korrodierter Bewehrung im Bereich der Schadstellen
  • Bewehrung entrosten nach Reinheitsgrad Grad SA 2
  • Vorbereiten des Betonuntergrundes gemäß Instandsetzungs-Richtlinie
  • Prüfen der Rautiefe gemäß DAfStb-Richtlinie
  • Aufbringen einer mineralischen Haftbrücke auf den vorbereiteten und mattfeucht vorgenässten Untergrund
  • Auftragen eines Instandsetzungssystems auf den vorbereiteten Bewehrungsstahl