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Beständige Betonschutzwände durch präzise Scheinfugen

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Der Werkstoff Beton ist gestalterisch äußerst vielseitig, hochwertig und langlebig. Natürliche Ausgangsstoffe, wie Wasser und Gestein verbinden sich zu einem umweltfreundlichen Material, das seine Stärken gerade im Bereich von Betonschutzwänden ausspielt.

 

Die Scheinfuge: Der geplante geradlinige Riss

Als hydraulisch erhärtender Werkstoff schrumpft Beton während des Abbinde- und Erhärtungsprozesses. Um eine unkontrollierte Rissbildung zu vermeiden, müssen Betonschutzwände in regelmäßigen Abständen mit Scheinfugen (auch Sollbruchstellen genannt) versehen werden. Die Scheinfuge ist der kontrollierte geradlinige Riss.

Besonders Betonschutzwände sind auf Scheinfugen angewiesen, da sie aus Stahlbeton hergestellt werden. Stahlbeton funktioniert nur in gerissenem Zustand richtig, da sich dann die Vorteile beider Baustoffkomponenten in ganzem Maße entfalten: Der Betonstahl übernimmt den Großteil der Zugspannungen, während der Beton die Druckkräfte aufnimmt und den Stahl vor Korrosion schützt. Daher kommt es im Wesentlichen darauf an, die unvermeidbare Rissbildung durch gezielte Maßnahmen so zu steuern, dass keine schädigenden Stoffe in das Bauwerk eindringen können.  

Wilde Risse: Ein erhebliches Sicherheits- und Kostenrisiko

Wird der Beton nicht geschnitten, resultiert der wilde Riss in einer unkontrollierbaren Scheinfuge. Diese kann zum Beispiel zu Schäden der Bewehrung führen, wenn die Rissbreite (auch bei genügender Betonüberdeckung) 0,3-0,4 mm überschreitet. Die Folgen sind Bewehrungskorrosion, Abplatzungen am Betonbauwerk und geringere Lebensdauer der Betonschutzwand. Besonders kritisch wird das Auftreten noch breiterer Risse bei der Einwirkung von z. B. Tausalz, dass die Korrosionsgeschwindigkeit um ein Vielfaches beschleunigt. Ungeplante Risse stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und erfordern eine zeit- und kostenintensive Neuerrichtung der Betonschutzwand.

Präzise Scheinfugen sind daher die Voraussetzung zur Errichtung sicherer und langlebiger Betonschutzwände.

E42 St.Vith-Spa, Belgien

 

Links im Bild:

Betonschutzwand mit zwingendem Folgeschaden durch fehlende präzise Scheinfugen.

 

 

Mittlerweile hat sich die patentierte, CE-zertifizierte Faber Kerbschnittmaschine auf dem Markt als nutzbringende Technologie etabliert, da sie präzise Scheinfugen in die Betonschutzwand einkerbt.